BD TRIP INS MANGROVE BAY RESORT - Mai 2009
Irgendwann ist es mit der Vorfreude vorbei und es kommt der Tag auf den man sich schon Wochenlang freut, genauer gesagt, der Abend an dem man zum Flughafen rausfährt, sein Tauchgepäck und die zwei Badehosen auf die Waage am Check-In stellt und zur netten Dame hinterm Schalter sagt: „ dschecks ein Babe.
Da am Schalter überhaupt nichts los war, waren Andrea und ich in ein paar Minuten fertig und wollten gerade nach Hause fahren als uns Marco, Markus und Ritschi entgegen kamen.
Da auch sie in wenigen Minuten fertig waren ging es anschließend noch ins Airbräu um den BD-Urlaub mit einer letzten deftigen Mahlzeit einzuleiten.
Am nächsten morgen hieß es dann zeitig aus den Federn zu steigen um den Flug um 6 Uhr morgens nach Marsa Alam nicht zu versäumen, und so war es nicht verwunderlich, um diese Uhrzeit in verschlafene und gerade bei unsere allein reisenden Herren in ausgemergelte und erschöpfte Gesichter schauen zu müssen, schließlich sind wir ja eine Ewigkeit weg.
Nach ein paar Stunden Flug und zwischendurch einem kleinen warmen Frühstück, das gelinde gesagt aus einem Hauch von fast Nichts bestand, landeten wir mit unserem Fliwatüt tatsächlich auch da wo wir hinwollten.
Schon beim Anflug auf den Flughafen konnten wir sehen, dass fast keine anderen Maschinen da waren und somit dürfte es recht zügig gehen mit der Zollerei: aber von wegen.
Heute wurde jeder persönlich in Empfang genommen, vom einzigen Gesundheitsamt-Mitarbeiter von ganz Ägypten, der jeden einzelnen das Fieberthermometer in die Löffel stecken musste. Schließlich haben wir Ungläubigen ja alle gleich die „Schweine Grippe„!! Bei uns intressierts auch keinen wenn wir die Scheißerei vom Pharao mit nach Hause bringen, oder!?
Aber irgendwann war auch das vorbei und wir konnten endlich ins Mangrove Resort weiterfahren, einchecken, Zimmer begutachten und sogleich ab zur Tauchbasis marschieren, um gleich noch den Checkdive zu absolvieren, schließlich soll's am nächsten Tag gleich richtig zur Sache gehen mit dem Tauchen.
Da unser Tauchguide gleich "gecheckt" hat dass die BD`s die Checker unter Wasser sind, hat sie das „checken„ gleich bleiben lassen und uns ohne Umschweife einen Teil des Hausriffs bei einem einstündigen TG gezeigt.
Danach ging's noch mal kurz aufs Zimmer und gleich weiter zum Abendessen, um danach totmüde in die Kisten zu fallen.
Am nächsten morgen war dann Treffpunkt beim Frühstücken und man schaute wieder in die selben verschlafenen Gesichter wie beim Abflug, bis auf eins, das war irgendwie anders, so frisch, erholt und faltenfrei. Unser Ritschman kam kessen Schrittes an den Tisch und sagte: “morgen Männer!! mei ,habt's ihr auch a Sauna in eurem Bad wenn's an Wasserhahn aufdreht's? Also bei mir kommt nur heiße Luft aus'm Rohr, schaut's wie glatt meine Haut ist, schön , geh !!!“ Ja Ritsch, is scho recht. Hoi da wos z'essen, mia woin ins Wasser.
Den Tag verbrachten wir dann ganz entspannt mit TG am Hausriff das zugegeben gar nicht so schlecht ist und für jeden Taucher etwas zu bieten hat. Am Abend hieß es dann Essenfassen am langen, aber leider relativ geschmacksneutralen Buffet. Aber wir wissen ja, Essen muss nicht schmecken, es dient nur zur Lebenserhaltung.
Nach dem Abendessen rebellierte mein Körper und ich bekam schlagartig hohes Fieber und verzog mich recht früh ins Bett, zusammen mit ein paar Aspirin und einer fetten Wolldecke. Am nächsten Morgen war ich wieder relativ fit, aber ich blieb lieber an Land auf der Liege, während der restliche Haufen mit dem Tagesboot rausfuhr und auch glatt noch einen Manta hatten, die Säcke. Und das erste was sie sagten war nicht wie geht's dir, schön das du noch lebst, nein:
"WIR HABEN AN MANTA G'HABT!!!!!!!!!!!!!!". Aber was mich nicht umbringt, macht mich ja nur härter und so war ich am nächsten Tag auch wieder im Wasser. Unsere zwei M + M's haben beschlossen die nächsten TG jeweils mit dem Tagesboot zu unternehmen um ja vielleicht doch die großen Tiere zu sehen, während der Rest lieber aufs Ausgiebigste das Hausriff unter die Lupe nahm. Doch es blieb bei den kleineren Fischen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Während unsere zwei "M + M Glühwürmchen" den Komfort des Tauchens von Boot aus genossen, genossen wir die Annehmlichkeit am Hausriff, dass wir keine Ausrüstung
schleppen brauchten und auch die Möglichkeit zu haben uns mit dem Zodiak rausfahren oder wieder einsammeln zu lassen.
Die Tauchbasis "Ducks Dive Center" ist in einem guten und vor allem sauberen Zustand und wird von einer freundlichen und hilfsbereiten Crew gestützt, wobei wiederum die Mädels im Büro mal ein Lächeln
oder den Kontakt zu den Gästen etwas pflegen könnten, denn Arroganz ist in diesem Job leider fehl am Platz. Ein kleines Manko ist auch die Tatsache, dass es keine Dusche an der Basis gibt um sich mal
eben vom Salzwasser zu befreien. Ansonsten lief dort alles reibungslos und unkompliziert von der Bühne.
Zum Hotel kann und muss man nicht mehr viel sagen. Es ist klein und recht einfach, aber sauber und in Taucherkreisen eines der Bekanntesten. Die kleinen Chalets sind einfach ausgestattet und verfügen mal über mehr oder weniger dichte Türen und Fenster, aber wie gesagt, es war nicht dreckiger als in anderen groeßeren Hotelkomplexen, die aber mehr Sterne haben. Schade ist auch, dass die Getränkepreise nicht gerade taucherfreundlich sind und dadurch die Gäste sich schon auffallend mit dem Trinken zurückhalten.
Appropo zurückhalten:
Eines schönen Tauchtages, wir fuhren mit dem Zodiak raus, machte sich unsere kleine Gruppe fertig sich ins Wasser fallen zu lassen. Einer nach dem anderen platschte ins kühle Nass, als wir und
wahrscheinlich halb Ägypten live und unplugged miterleben durften, wie eines unserer Mädels voller Wollust abging wie Schmidts Katze.
Man stelle sich vor, du sitzt völlig entspannt und geistig schon Unterwasser, auf der Bordwand des Zodiaks und lässt dich aufs Zeichen hin ins Wasser fallen, das Zodiak fährt währenddessen weiter, du tauchst auf, streckst den Kopf aus dem Wasser und hörst ein lautes: "ohohohohhhhhhhhhhhh, jaaaaaa tut das gut, mhhhhh ohh Gott, Wahnsinn, hat das gut getan !!!". Da schaust erstmal blöd und bringst deine entspannten Gehirnzellen zum Laufen, was da jetzt gerade eigentlich passiert ist. Wir dachten das Mädel bekommt den totalen Flash, so hat es sich angehört, aber sie hat nur zum ersten mal in ihren Anzug gestrullert und war danach mindestens genauso erleichtert wie nach den obligatorischen 3 Minuten mit ihrem Mann.
Fazit :
Die 8 Tage vergingen wie im Flug. Niemand wurde ernsthaft krank oder bekam Durchfall. Es waren schöne und entspannte Tauchtage ohne Stress und Ärger, so wie es sein soll, wenn eine Gruppe unterwegs
ist. Natürlich kann man am Hotel und an der Tauchbasis was bemängeln wenn man will, aber für ein 3 Sterne Hotel kann man eigentlich nicht meckern - Preis-Leistung war in Ordnung. Was ich allerdings
nicht nachvollziehen kann ist, wie manche Leute hier 8-mal und mehr herfahren können, dafür ist es in meinen Augen zu monoton.
Robs
Alle Fotos sind Eigentum von Andrea, Helmi,Gundi, Markus, Marco, Richard. (Haftung für Fotos und Inhalt durch den jeweiligen Verfasser!)
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