Giro di Confuso Mai 2007
Alles war bestens vorbereitet für unseren Trip nach Bella Italia. Folgende Highlights waren geplant:

  • Lago di Fibreno
  • Lago di Capo d´Acqua
  • Cinque Terre
  • Lago di Garda
  • Achensee

Max und ich fuhren am 04. Mai um exakt 08:30 Uhr in Dachau los. Schließlich hatten wir 1040 km vor uns. Unsere erste Pause machten wir in Bologna. Das war bei Kilometer 588 und 5,5 Stunden. Das Wetter war fast typisch für uns: Sonne - Regen - starker Regen.

 

 

Kurz vor Posta Fibreno hatten wir eine Reifenpanne. Also schnell wechseln und weiter.
Um 19.30 Uhr kamen wir in Posta Fibreno an. Wie in der "Tauchen" beschrieben, gingen wir zuerst mal ins "Simpaty". Dort ließen wir uns das Essen schmecken und überlegten, wo wir schlafen sollten.

Unsere Wahl war die Empfehlung aus der Zeitschrift: "Azienda Agrituristica Tenuta Ducale La Pesca". Maria Teresa Moscardi nahm uns für eine Nacht in ihrem urtümlichen Herrenhaus auf. Wir konnten wunderbar unsere erste Nacht in Italien verbringen.


Nach einem spärlichen Frühstück gings auch schon an den See. Natürlich suchten wir zuerst einmal die Einstiegsstelle, da man nur in einem Teil des Sees tauchen durfte.
Wir richteten unsere Sachen her und dann gings sofort ins Wasser. Durch das Quellwasser hatte der See grad mal 10 Grad. Die Sicht war mit knapp 15 Metern absolut in Ordnung.

Wir versuchten auch mal in einen anderen Bereich des Sees zu tauchen, allerdings ist der See meistens nur Der Hauptbereich hat grad mal einen Durchmesser von ca. 50 Metern. Am Steilhang wuchert Meterhoch der hellgrüne Algendschungel. knapp zwei Meter tief. Zwischendurch sieht man immer wieder pinkfarbene Bakterienkolonien. Fische sieht man in diesem Bereich des Sees so gut wie keine, allerdings ziemlich viel an versenktem Müll.

An vielen Stellen des Bodes tritt das Quellwasser aus. Man sieht ein versunkenes Ruderboot und riesiges Metallkreuz. Wie gewohnt hat es zu Regnen begonnen...
Nach unserem zweiten Tauchgang aßen wir wieder im "Simpaty". Nach einem leckeren Mittagessen gings weiter nach Popoli.

Popoli war ein typische, altitalienische Ortschaft. Sie war knapp 120 Kilometer nord-östlich von Posta di Fibreno. Wir checkten im Hotel Tre Monti ein.

Anschließend gingen wir in Popoli spazieren. Danach gingen wir üppig Essen: Primi und Secondi mit einem guAm nächsten Morgen gings 25 Kilometer nördlich zum Lago di Capo d´Acqua. Nachdem wir etwas zu früh dort waren mußten wir auf Dante (der Pächter des Sees) warten. ten Hauswein... Mit vollem Bauch schliefen wir ein.

Fünf Minutern vor vereinbarter Zeit fuhr Dante vor. Allerdings mit einem Gefolge von mehreren Autos. Insgesamt waren es zum Schluß gut 20 Leute, die ins Wasser wollten.

Wir bekamen im Briefing gesagt, daß wir in der ersten Gruppe wären mit einem Holländer und sieben Italienern - unsere Begeisterung stieg...
Unser holländischer Freund war ein sehr guter Taucher, was man von den Italienern nicht sagen konnte. Nachdem die Sicht leider nicht die erwartete Weite von 40 Metern erreichte, wurde diese durch die Italiener noch geringer.

Ansich ist der See, mit seinen mittelalterlichen Ruinen, seinen Steinwällen und den Überbleibsel der alten Mühle wirklich klasse. Vor allem wenn er noch die Sichtweite, wie in der "Tauchen" beschrieben, hat. Allerdings sollte man mit einer eigenen Gruppe im Herbst anreisen und auch gleich einen zweiten Tauchgang mit Dante vereinbaren.

Wir fuhren leicht gefrustet weiter Richtung Cinque Terre. Nach knapp 5,5 Stunden und 530 Kilometern fanden wir ziemlich schnell unsere Tauchbasis. Leider blieb es an diesem Tag nicht nur bei einer Entäuschung.
Lorenzo, der Inhaber von Lorenzo Sub, unserer Basis bei La Spezia, sagte uns, daß das Wetter die letzten Tage sehr schlecht war und die Sichtweiten im Mittelmeer nicht mehr als einen Meter betragen.

Mit dem nächsten Rückschlag gings zu unserer Unterkunft: eine wunderschöne toskanische Villa. Am Abend suchten wir noch nach einem Restaurant - allerdings vergeben. Mit knurrenden Magen gings ins Bett. Monica, die Besitzerin, empfing uns am nächsten Morgen mit einem wunderbaren Frühstück.
Wir änderten unseren Plan und fuhren schon drei Tage früher an den Gardasee. Schließlich kann man auch hier tauchen. In Limone angekommen checkten wir im Hotel "Alla Noce" ein. Dort riefen wir verschiedene Tauchbasen an, aber leider auch vergebens.

Also machten wir uns einen schönen Abend mit einem guten Abendessen in Limone. Wir änderten erneut unseren Plan und fuhren am nächsten Morgen zum Fernsteinsee.

Dort buchten wir uns für zwei Tage ein. Wir bekamen fürs gleiche Geld zwei Einzelzimmer, die wir dankend annahmen. Gleich nachdem wir unsere Sachen ins Zimmer brachten, gings runter zum Fernsteinsee.

Schnell die Tauchsachen hergerichtet (schließlich waren wir schon auf Entzug) und ab ging ins Wasser. Nach kurzer Tauchzeit sahen wir die Madonna vom Fernsteinsee.

Nach ein paar Tauchgängen gings zum hinteren Einstieg. Und wie sollte es auch anders sein - Regen!
Leider hatten wir auch keine optimale Sichtweite. Es waren so knapp 10 Meter und normal hat der Fernsteinsee mehr.

Am zweiten Tag machten wir noch einen Tauchgang im Fernsteinsee und dann gings hinter zum Sameranger See - einer der 100 besten Tauchplätze der Welt!

Der Sameranger See ist nicht besonders groß. In knapp 40 Minuten hat man in diesem kleinen See alles gesehen. Das Besondere an diesem See: Sichtweiten bis zu 40 Metern...
Wir konnten unsere Augen kaum trauen. Man hatte das Gefühl, wie wenn wir durch das Wasser schweben würden. So eine Sicht ist der Wahnsinn!

So machten wir die nächsten Tage mehrere Tauchgänge. Wie gewohnt natürlich auch mir Regen. Aber wenn die Sonne scheint - einfach unglaublich.
Viel zu sehen gibt es in diesem Kleinod allerdings nicht. Viele versunkene Baumstämme an denen jahrzehnte alte Schleimalgen hängen.

Allerdings werden diese leider durch so manchen Tarierkünstler zerstört. Sonst gibt es einige Forellen und Saiblinge.

Der See hat eine maximale Tiefe von knapp 12 Metern und hat eine Temperatur von knapp 10 Grad.
Ein kleines Kreuz ist als Mahnmal für einen verunglückten Taucher aufgestellt worden.
Danach fuhren wir weiter Richtung Blindsee. Max wollte im Mohr Life Resort übernachten, das direkt unterhalb der Zugspitze liegt. Als ich den Preis für ein einfaches Doppelzimmer hörte wurde mir gleich ganz anders...

Für eine Übernachtung im Doppelzimmer mit 5-Gänge-Abendmenu und einem Frühstück durften wir je 80 Euro zahlen. Allerdings durften wir auch den Wellness-Bereich nutzen.

Das Hotel ist schon wahnsinnig schick, aber das Klientel sind wohl eher nicht einfache Taucher. Essen und Ambiente sind aber sehr sehr gut (was man auch bei diesem Preis erwarteNach einem üppigen Frühstück gings weiter zum Blindsee. Wir waren an diesem Tag die einzigsten Taucher und hatten somit den ganzen See für uns. 

Unser Plan war ein Tauchgang durch die Mitte, rechts weg zu den Zandern und zurück zum Einstieg. Allerdings hatte der tiefere Bereich im See grad mal eine Sicht von 5 Metern. Umso weiter wir aufstiegen, umso besser wurde die Sicht. bei den Baumstämmen waren es dann knapp 10 Meter. Wir konnten eine Zanderschule von ca. 20 Exemplare bewundern. Insgesamt waren wir dreimal im Wasser.

Danach gings am Zillertal vorbei zum Achensee. Wir holten uns bei der hiesigen Tauchschule unsere Tauchgenehmigung für den nä,chsten Tag. Auf eine Empfehlung des Basisbesitzers fuhren wir zu unserer Unterkunft...
...zur Jugendherberge Achensee. Wir hatten das ganze Haus für uns und schliefen in Stockbetten. Welch Kontrast zur Luxusabsteige Mohren...
Aber so relativierten sich die Ausgaben fürs Mohren. Nach einen Rießenschnitzel gingen wir spazieren - und da war er wieder - der Regen!

Achensee:

Eingebettet zwischen Karwendel- und Rofangebierge liegt der Achensee in einer Höhe von 929 Metern in einer einmaligen Bergregion. Er ist nicht nur der größte See Tirols, sondern auch dessen gewaltigstes Wasserreservoir. Auf Grund zahlreicher Waffenfunde aus den beiden Weltkriegen wurde vor einigen Jahren ein allgemeines Tauchverbot verhängt. Inzwischen konnte jedoch eine Lockerung mit der Schaffung einer gut 4km langen Tauchzone bewirken werden.
Der Achensee friert nur selten komplett zu; Eistauchen ist schon alleine deshalb nicht möglich.

Die offiziell freigegebene Tauchzone reicht von Hechenberg Süd bis zur nördlichen Tunneleinfahrt der Achenseestraße und ist durch Tauchverbotsschilder abgegrenzt.
Es besteht generelles Tauchverbot vom 31.10. - 30.04.

Genehmigung bekommt man (€ 10,40 pro Tag) bei der Tauchschule Kowarik (Maurach), bei der Achenseeschifffahrt (Pertisau) oder beim Hotel Post am See Pertisau.

Nachttauchen ist erlaubt!

Beim Einstieg Hechenberg und Käferwracks muß man über eine Mautstraße fahren. In den Sommermonaten werden 5 Euro dafür kassiert!

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter zum Tauchplatz. Nachdem meine Nase dicht war, gingen Robs und Max zum Tauchen. Aber auch hier holte "uns" das Glück ein. Bevor die beiden zum Dogde abtauchten war ein italienisches Pärchen im Wasser. Die Sicht danach kann sich wohl jeder denken...

Es war ein sehr witziger Urlaub, den wir immer wieder spontan umplanen mußten. Aber wir haben es bisher noch nicht bereut und würden das alles wieder machen (Cinque Terre wir werden uns sicher mal sehen!!!)

Nobs

 

 

Alle Fotos sind Eigentum von Norbert und Max. (Haftung für Fotos und Inhalt durch den jeweiligen Verfasser!) 

Jeder Download ist nur mit Genehmigung zulässig!!!