Urlaubsbericht Teneriffa 2006

Nur für ein paar Tage ging's diesmal nach Teneriffa, um Denise mit anderen Bedingungen des Tauchens bekannt zu machen, denn der Atlantik ist halt nicht das Rote Meer, mit warmen und ruhigem Wasser, sondern eher kalt und rauer mit Strömungen und Brandungen. Die ganze Taucherei war also ganz auf Denise ausgelegt, um ihr zu zeigen, dass es immer was Neues zu entdecken und zu erleben gibt. Sei es eine Begegnung mit großen Rochen, Schildkröten, großen Fischschwärmen, Muränen und Engelshaien oder auch mal ein Wrack, das man betauchen kann.

Was also die Begegnungen mit den Fischen betraf, so würde ich mal sagen war die Aufregung, auf einer Skala von 1-10 vielleicht bei einer

5-6, aber der erste Wracktauchgang lag bei 1o-11.

Das Wrack der „Condesito“ ist bei einem Sturm gesunken und liegt an der Küste auf 2o Meter Tiefe auf Grund. Das Wrack ist ca. 3o Meter lang und mittlerweile schon ziemlich auseinandergebrochen durch die starke Brandung, so dass die komplette Brücke schon nicht mehr existiert.

Trotzdem ist es noch ein gewaltiges Teil und für ein Kind erst recht. Wir sahen uns das Wrack erstmal von allen Seiten an und gingen dann mit Denise ins Wrack hinein, um zu sehen wie sie reagiert. Doch da hat Denise die taucherischen Gene vom Papa im Blut. Da das Wrack jederzeit durch Größere Öffnungen zu verlassen war, war eine Gefährdung zu keiner Zeit gegeben und einzigst die Kälte und Tauchzeit zwangen Denise zum Beenden ihres ersten Wracktauchgangs. Als wir Denise später fragten wie es ihr so am und im Wrack gefallen hat, war die Antwort: „das will ich wieder machen“.

Da Andrea und ich Denise nur jeden zweiten Tag zum tauchen mitnahmen, hatten wir die Gelegenheit zum Tauchen auf die etwas andere Art. Wir machten Tieftauchgänge mit schönen Dekozeiten oder wir wurden ein paar Hundert Meter von der Küste entfernt ins Wasser geschmissen, um im Blauwasser die Küste anzutauchen.

Was dieses mal ein neues Erlebnis war, war die Kraft des Wassers am eigenen Leib zu spüren (im wahrsten Sinne des Wortes). Wir tauchten in eine kleine Bucht am Ufer in einer Tiefe von 4-5 Metern, wo wir durch die Wucht der Brandung die an die Klippe schlugen, derart komprimiert wurden, dass man das Gefühl hatte neben einem 10.000 Watt Bassverstärker zu stehen; bei jeder Welle die rein kam drückte es einem den Brustkorb und die Ohren zusammen. Nach ein paar „Beats“ ging's mit ganzer aufzubringender Kraft wieder aus der Bucht raus um den Tauchgang sauber zu beenden.

Zum Schluss möchte ich euch noch unsere neue Basis auf Teneriffa vorstellen, die mir von meinem Spanischen Freund, Bart, empfohlen wurde.
Das Dive Center heißt „the Oceandreamfactory“ und befindet sich oberhalb vom Hafen Porto Colon in Playa de Las Americas. Es wird von David, einem Spanier, zusammen mit Maximo, einem Italiener, geführt .Beide sind Padi und CMAS Instructors. Die kleine Basis ist im Hotel Atlantis untergebracht und ist in einem tadellosen und sauberen Zustand. Ein großer Bauer Kompressor versorgt die Gäste mit der nötigen Luft und das kleine Boot im Hafen bringt die maximal 8 Taucher zu den verschiedensten Tauchplätzen entlang der Küste. Die maximale Transferzeit zum Tauchplatz beträgt ca. 45 Minuten.

Der Service ist absolute Spitze. Das komplette Equipment wird von der Basis-Crew zwischen den Tauchgängen gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Zum nächsten Tauchtag ist das gesamte Equipment bereits fertig montiert wieder auf dem Boot. Dass man vom Basisbesitzer zusätzlich, von egal welchem Hotel aus, abgeholt und wieder zurückgebracht wird, ist dann noch das "Zuckerl" auf dem Ganzen. Dieser ganze Service ist absolut KOSTENFREI und das bei gerade mal 28,- Euro für den Tauchgang (incl. Luft, Blei und Boot). Die gesamte Crew ist super drauf und für jeglichen "Scheiß" zu begeistern, bei gleichzeitiger Professionalität.

Robs

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