Nikotauchen 2o1o
Sonntag, 5. Dezember 2o1o, die Landschaft war Schnee bedeckt und die Sonne begann ihren Kampf gegen die eisige Temperatur von minus 1o Grad. Es war eigentlich zu kalt um tauchen zu gehen aber die Tradition und das gegebene Wort zwangen mich aus dem warmen Bett hinaus in die weiße Hölle des Echinger Weihers.
Es war klar dass es bei solchen Bedingungen nicht viele von uns schaffen würden sich zu überwinden hierher zu kommen um ihren Mann oder Frau zu stehen und so kann man sagen, wenn Härte einen Namen hat, dann Markus3 , Bully und Robs.
Es wurde gerade 9 Uhr als ich die Schneebedeckte Zufahrtsstraße entlang fuhr wo am Ende schon Markus und Bully auf mich warteten. Natürlich waren wir die ersten und bis dahin die einzigen am See, aber das sollte sich später noch drastisch ändern. Dick eingepackt rödelten wir uns auf und verschwanden wenig später in den Tiefen des Sees.
Ich traute meinen Augen kaum was ich dort zu sehen bzw. nicht zu sehen bekam . Überall sieht man wie der See in Mitleidenschaft gezogen wird durch die vielen Taucher. Wo früher noch Bewuchs war sind mittlerweile einige Schlammfelder entstanden und die Ausbildungsplattformen sind zum Teil nur noch Schrott mit herunter gerissenen Hölzern.
Wir tauchten also kreuz und quer durch den See und gaben uns der Hoffnung hin vielleicht doch irgendwo einen Fisch oder sonstiges Leben zu entdecken aber leider blieb es bei der Hoffnung. Irgendwann nach langer langer Tauchzeit und abgefrorenen Gliedmaßen beendeten wir unseren Tauchgang und blickten , kaum aufgetaucht, auf Herscharren von "Nachmachern", sodass uns nur noch die Flucht übrig blieb. Aber trotzdem war es mal wieder schön im Wasser gewesen zu sein.
Robs
