BIKE´ N DIVE auf Teneriffa
Viele Jahre fahren wir nun schon nach Teneriffa und haben mit erlebt wie aus Trampelpfaden durch Bananenplantagen Straßen und aus einer Hauptstraße eine Autobahn
wurde die mittlerweile fast um die ganze Insel führt. Vorbei ist die Zeit, als wir noch in den Klippen an der Küste lagen und uns durch waghalsige Klettereinlagen einen Zugang zum Meer suchten.
Vorbei ist die Zeit, als wir nur in kleinen Tante Emma Läden einkaufen konnten oder in den wenigen kleinen vereinzelten Restaurants die kulinarischen Köstlichkeiten der Insel und des Atlantiks für
wenig Geld genießen konnten. Vorbei ist auch, Gott sei Dank, die Zeit als Teneriffa nur noch von Leuten heimgesucht wurde für die es nichts schöneres gab als sich 24 Stunden lang zu besaufen und zu
randalieren.
Heute hat sich Teneriffa wieder gefangen und das Publikum ist wieder ein anderes geworden. Schöne Strände, exzellente Hotels und Wohnanlagen, sehr gute Einkaufs und
Shopping Möglichkeiten für jede Größe des Geldbeutels.
Andrea und ich haben uns für dieses Mal einen Mix aus Tauchen , Motorrad fahren , Wandern und natürlich gut Essen gehen vorgenommen was bedeutete, wir mussten uns
eine neue Tauchbasis und einen Motorradverleih suchen.
Bei der Tauchbasis entschieden wir uns für die " CORAL SUB " Tauchbasis in Las Galletas die unter belgischer Leitung steht und für das Motorrad fahren bei " CANARYMOTO "
in Playa Paraiso.
Die Tauchbasis:
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Die Tauchbasis Coral Sub in Las Galletas ist eine der ältesten auf Teneriffa und befindet sich im Süden der Insel.
Fabian, der neue Leiter der Basis ist Belgier und spricht mehrere Sprachen, nur nicht Deutsch. Er hat die Basis übernommen nachdem der Basen Gründer nach einem Tief TG
auf Teneriffa tödlich verunglückte.
Fabian und sein Team sind im Hotel - und Appartement Komplex "Ten Bel" zu finden und sind neben dem großen Meerwasser Pool , mit zwei Leistungsstarken Schlauchbooten ( je 175 PS ) und Platz für je 10 Personen, großen Kompressoren für Luft und Nitrox bis hin für Trimix, Stahl und ALU Flaschen jeglicher Größe sowie natürlich allerlei Leih Equipment ausgerüstet.
Es werden max. 2 TG am Tag unternommen und Nacht TG sind nach Absprache möglich. Je nach Erfahrung und Zertifizierung der Taucher werden diese in zwei Gruppen eingeteilt, sodass jeder auf seine Kosten kommt um die TG machen zu können die er gerne machen würde. Tauchgänge um die 5o m sind dort nichts ungewöhnliches und durchaus willkommen wenn es die Erfahrung und Ausbildung erlauben.
Wir hatten unser eigenes Equipment dabei und zahlten für den Tg 26 Euro. Nitrox ist kostenfrei erhältlich.
Angenehm war auch das es immer ein kleines Deko Bier für alle nach dem Tauchen gab oder auch einen kleinen Crepes mit Apfelfüllung. Ach ja, noch was, wundert euch nicht
wenn ihr von jedem an der Basis ein Küsschen bekommt und empfangen oder verabschiedet werdet als wäre es für immer, die sind halt so die Belgier.
Das Biken:
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Der Motorradverleih Canarymoto wird von Joachim einen deutschen geführt was bei evtl. Problemen mit der Maschine doch die Verständigung etwas erleichtert. Ich habe mich
für eine Kawasaki Versys entscheiden müssen, da diese noch die letzte freie Maschine war die er über Weihnachten hatte, aber ich muss sagen ich war voll zufrieden mit ihr. Bis auf ein leichtes
Vibrationsgeräusch an der Verkleidung gab es nichts daran auszusetzen. Egal ob Off oder On - Road, die Kawa brachte uns überall ohne murren hin und war auch sonst in einem sehr guten Zustand ohne
sichtbarer Beschädigungen.
Am besten ist ein Ausgangspunkt für Touren an der Süd - West Seite der Insel, also so um Playa Las Amerikas/ Los Christianos rum, da es die sonnigste Seite der Insel ist. Ich möchte hier nicht alles Preisgeben welche Route ihr genau fahren sollt, schließlich führen ja viele Wege nach Rom, bzw. um und durch die Insel und schließlich macht ja das entdecken gerade den Kick aus beim Motorrad fahren und dass man vielleicht wo hin kommt wo man sonst mit dem Auto nicht hinkommt. Aber ich möchte euch mal ein paar Strecken nahe legen die ihr auf jeden Fall gefahren sein müsst auf Teneriffa.
Route 1 führt euch von Las Americas aus über eine kurven reiche Strecke über Guia de Isora nach Santiago del Teide . Mitten im kleinen Ort führt eine
sehr schmale Straße auf der gerade mal ein Auto Platz hat in unzähligen Serpentinen und Haarnadel Kurven mit bis zu 3o% Steigung hinauf in das wohl schönste Dorf der Insel, nach MASCA.
Das kleine Bergdorf im Teno Gebirge hat den Ruf früher als Versteck für Piraten gedient zu haben. Die kleine Bucht am Meer kann dagegen nur zu Fuß und mit guten
Bergschuhen in ca. 3 Stunden erreicht werden, bergabwärts. Für den Rückweg bergauf muss man allerdings mind. 5 Stunden einplanen . Wer sich das Wandern sparen will, kann sich auch nur in Masca in ein kleines Lokal setzen, die Aussicht genießen und selbst gemachten Käse und Marmelade dabei schmecken lassen oder einfach nur einen Kaffee trinken.
Rückweg auf derselben Strecke.
Route 2 beginnt wieder in Las Americas und führt wieder nach Guia de Isora bis in das kleine Örtchen CHIO. Von dort aus zweigt die Straße ab zum höchsten Berg ganz Spaniens, zum Pico del Teide. Jetzt wird es interessant, denn wer unten am Meer locker luftig bekleidet losgefahren ist dem friert es jetzt langsam ganz gewaltig die Nägel von den Gliedmaßen runter ,denn waren unten noch 26 Grad oder mehr, so sinkt das Thermometer auf gerade mal 5-6 Grad oder weniger ( auch im Sommer kaum mehr ), also dicke Motorrad Klamotten mit nehmen und Handschuhe. Dafür ist der Weg nach oben ein wahrer Traum. Vorbei an Pinienwäldern und Lava Gestein zieht sich die gut ausgebaute Straße hinauf in den National Park. Man befindet sich jetzt auf ca. 23oo Höhenmeter und wer ganz nach oben möchte ( 3718 m ) hat die Möglichkeit den letzten Rest mit der Seilbahn und zu Fuß zu bewältigen. Von dort aus hat man die Möglichkeit weiter zufahren zu einem Besucher Zentrum wo man alles zur Entstehung erfahren kann oder man lässt es liegen und fährt über das Orotava Tal weiter auf die andere Insel Seite nach Puerto de la Cruz wo sich zum Beispiel der LORO PARK befindet, ein Tier und Erlebnis Park der Superlative. Rückweg auf derselben Strecke.
Route 3 ist wie Route 2 jedoch gabelt sich oben am Teide der Weg mal und man fährt wieder Talwärts nach Villaflor. Dort hat man die Wahl entweder
gerade aus weiter zufahren nach Granadilla de Abona und von dort über San Miguel zurück nach Los Christianos - Las Americas.
Oder man kürzt etwas ab und fährt in Villaflor Richtung ARONA und dort nach Los Christianos - las Americas.
Route 4 startet von unserem Ausgangspunkt und führt uns über die Autobahn der Küste entlang nach Güimar zu den Stufen Pyramiden. Nach einer
Besichtigung ( Eintritt 10,50 Euro ) geht es wider zurück über die Landstraße Richtung Granadilla de Abona - San Miguel - Valle San Lorenzo nach Los Christianos / Las Americas.
Wandern:
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Ein Tipp von mir ist der Barranco del Infierno. Diese Schlucht liegt außerhalb Las Americas in dem Örtchen ADEJE.
Dieser Barranco kann nur begangen werden wenn das Wetter passt. Dann allerdings ist es ein wahrer Traum und man kann selbst mit Kindern dort bis zum Ende der Schlucht
wandern. Die 3,5 Km bis zum Ende bieten genügend Abenteuer damit es niemanden langweilig wird und die Aussicht und Landschaft ist fantastisch. Ein festes Schuhwerk ist Pflicht ebenso wie genug zu
trinken da es extrem heiß werden kann in der Schlucht.
Momentan ist der Zugang gesperrt. Offiziell wegen losem Gestein und Absturz Gefahr, aber das steht schon seit den letzten 2 Jahren dort und hat andere Gründe aber
nicht die angegebenen.
Wer aber trotzdem hinein möchte kann mit einer kleinen Klettereinlage über ein paar Wasserrohre seitlich vorbei und zum Wandern gehen, dann allerdings auf eigene Gefahr
hin und mit allem was sonst noch dazu kommen kann.
So schön wie der Barranco auch ist ,so tödlich kann er auch sein und zeigt gerade bei plötzlichen Unwettern die Kehrseite mit zahlreichen Todesfällen.
Kulinarisch:
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Da gibt es zum einen wer gerne Fisch und Meeresfrüchte essen mag gute Lokale in Los Abrigos und La Caleta.
Wer die besten Rinder Steaks der Welt oder das beste Lammfleisch einer Rasse vom Schaf ohne Wolle sondern mit Pelz genießen möchte, der bekommt von mir vielleicht die
Adresse, aber nur vielleicht, denn diese Lokale werden nur unter der Hand weiter empfohlen. Aber ich kann versprechen, kein Sterne Koch der Welt hat diese Qualität und für 18,- Euro ein Filetsteak so
zart, ohne Flaxen oder Sehnen, so weich das man es mit der Zunge zerdrücken kann, mit Beilagen wie frittierte Kartoffelscheiben und frischem Gemüse, da kann man nur staunen, bei uns
unbezahlbar.
Fazit: die Mischung macht's.
In unserem Fall hat alles 100 % gepasst. Angefangen vom Traum Wetter und einem Atlantik den ich noch nie so glatt und ruhig gesehen und erlebt habe wie dieses Mal. Eine
super Woche mit dem Motorrad und super Tauchgängen ganz nach unserem Geschmack und abends als Abschluss ein leckeres Essen mit allem drum und dran. Was so frag ich euch, braucht man sonst noch um
einen fantastischen Urlaub zu haben. Wir jedenfalls haben jetzt eine neue Art gefunden Urlaub zu machen, vielleicht ist es auch das Alter, wer weiß, aber nur noch 14 Tage am Strand liegen und lesen
ist nicht mehr unser Ding und was das tauchen betrifft, es ist und bleibt Bestandteil meines Lebens.
Robs
